Hagen Reinhold

Fragen und Antworten rund um Corona

Coronahilfe
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Stand: 20.04.2020 12:00 Uhr. Alle Angaben ohne Gewähr.
Nachfolgend finden Sie diverse Informationen zum Thema Corona, die wir regelmäßig aktualisieren werden.
Sie finden hier allgemeine Informationen für alle Bürger, Informationen für Unternehmer, Informationen für Mieter und Vermieter sowie Informationen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber und für Familien

Für weitere Fragen rufen Sie uns an: 0385 55 58 58 64.

Fühlen Sie sich derzeit psychisch schwer belastet? Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat eine Nummer für psychologische Betreuung eingerichetet: 0800 777 22 44, täglich von 8 bis 20.

Sollte diese Nummer besetzt sein, verzweifeln Sie nicht. Wir haben weiter unten noch weitere Notfallnummern aufgelistet. Versuchen Sie es dann dort.

Informationen in anderen Sprachen:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/informationen-in-anderen-sprachen.html

Zusammenfasssung der Beschlussfassung von Bund und Ländern:

  • die Kontaktsperre ist erneut verlängert bis 10.05.2020
  • Geschäfte mit einer Größe von maximal 800 Quadratmetern dürfen ab kommenden Montag wieder öffnen.
  • Dazu zählen Auto- oder Fahrradhändler sowie Buchhandlungen.
  • Friseurbetriebesollen ab dem 04.05.2020
  • Der Schulbetrieb soll in M-V ab dem 27.04.2020 eingeschränkt wieder beginnen
  • Die Kindertagesstätten bleiben bis mindestens zum 4.05.2020 geschlossen
  • Großveranstaltungen bleiben bundesweit bis voraussichtlich zum 31. 08.2020 untersagt
  • Alle weiteren Informationen für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
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Für alle Bürger:

Jede Hilfe wird nur gegeben, wenn Sie durch die Corona-Krise nicht mehr aus eigenen Mitteln die Rechnungen bezahlen können.

Achtung! Für die Beantragung der Hilfen geben Sie eine eidesstattliche Versicherung, dass Sie die z.B. Zahlungsaufschübe benötigen. Wenn Sie falsche Angaben machen, machen Sie sich strafbar.

Achtung: Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat die Reisebeschränkungen für Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern innerhalb M-Vs gekippt.

Wir alle müssen uns einschränken. Im Kampf gegen das Vorona-Virus hilft im Moment leider am besten, was uns Menschen eigentlich auszeichnet: Die sozialen Kontakte, die wir jetzt reduzieren müssen. Bitte halten Sie sich an die Verordnugnen und Vorschläge von Bund und Ländern, um die Ausbreitung des Viruses zu verlangsamen:

  • Sie können sich weiterhin mit allen Angehörigen des eigenen Hausstands, oder mit einer Person außerhalb dieses Haustandes im öffenlichen Raum aufhalten. Der eigene Hausstand sind Menschen, mit denen Sie zusammen wohnen. Hier gilt kein Mindestabstand.
  • Eine Person außerhalb dieses Hausstandes kann eine Freundin oder der Nachbar sein. Sie können also weiterhin zu zweit joggen, spazieren gehen, die Sonne und die frische Luft genießen. Hier gilt jedoch der Mindestabstand.
  • Halten Sie bitte von allen anderen Menschen, die nicht zu Ihnen gehören, min. 1,5 Meter Abstand.
  • Nutzen Sie die Angebote von vielen Restaurants des Außer-Haus-Verkaufs und nehmen Sie das Essen mit nach Hause.
  • Bitte vermeiden Sie, sich zu setzen oder lange an einem Ort aufzuhalten, um Gruppenbildungen zu vermeiden.
  • Medizinische Einrichtungen, wie Ärzte und Apotheken bleiben selbstverständlich geöffnet.
  • Lebensmmittelgeschäfte, Supermärkte, usw. bleiben ebenfalls antürlich geöffnet.
  • Bitte informieren Sie sich immer über die offiziellen Seiten bspw. des Ministerien oder des Robert-Koch-Insuits.
  • Bitte informieren Sie sich immer über die offiziellen Seiten bspw. des Ministerien oder des Robert-Koch-Insuits.
  • Die "Nummer gegen Kummer": 116 111
  • Das Elterntelefon: 0800 111 0550
  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111

Kommunikation mit den Behörden:

  1. Besser per Mail. Jeder Telefonanruf hält jetzt die Ämter von wichtigen Aufgaben zur Lösung der Krise ab.

  2. Deutliche, klare, aber dennoch höfliche Mails und Briefe. Kurz, klar, prägnant. Auch in den Behörden sitzen Menschen, die am Maximum ihrer Kräfte arbeiten.

Kündigungsschutz und Zahlungsaufschub:

  • Mieter von Wohn- und Gewerbeimmobilien werden vor Kündigungen geschützt. Dies gilt ab dem 01.04.2020 für maximal drei Monate.
  • Zahlungsaufschub wird gewährt für Verbraucher sowie Kleinstunternehmen, zum Beispiel mit Strom und Telekommunikationsleistungen.
  • Verbraucher erhalten einen vorerst dreimonatigen Zahlungsaufschub bei Darlehensverträgen.

Weitere Möglichkeiten/Sonstiges : Manche Anbieter, Vereinigungen oder Vereine bieten ebenfalls Stundungen an:

  • Stundungen der Krankenkassenbeiträge: manche Krankenkassen bieten ebenfalls an, wegen Corona Zahlungen zu stunden. Beispiel DAK-Gesundheit.
  • Wenden Sie sich an alle, von denen jetzt Rechnungen oder Beiträge bei Ihnen auflaufen. 

Nach der Krise:

  • Gründerzuschuss der Arbeitsagentur: Wenn Sie arbeitslos werden und Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) beziehen werden, können Sie sich überlegen, sich selbstständig zu machen. Die Agentur für Arbeit hilft dabei.

Hartz IV:

  • Die Arbeitsagenturen haben viele Pflichten und Sanktionen derzeit erlassen. Sie bekommen also im Moment keine Abzüge oder Strafen, wenn Sie Termine nicht wahrnehmen können oder Fristen nicht einhalten

Jeder mit einer Gewerbebescheinigung, also einem angemeldeten Gewerbe, gilt als Unternehmen

    • Weitere Bezeichnungen: Solo-Unternehmen; Einzelunternehmen, Solo-Selbstständige, Selbstständige.

    • Unternehmen sind auch Bars, Döner-Restaurants, Einzelhandel

 

Infos rund um das Virus

Quelle: Robert-Koch-Institut.

Stand: 26.03.2020

  • Einschätzung der Gefährdungslage für Deutschland: Hoch
    • Häufige Symptome: Husten, Fieber, Schnupfen
    • durchschnittliche Inkubationszeit: 5–6 Tage 
    • Bestätigte Übertragungwege: Tröpfcheninfektion
    • Altersverteilung von Erkrankten: 5 Jahre: 0,8 %, 5–14 Jahre: 2,4 %, 15–59 Jahre: 80 %, 60 Jahre: 16,3 %
  • Nach aktuellen Schätzungen werden sich 70% der Bevölkerung Deutschlands mit dem Virus infizieren.
    • die meisten Erkrankungsfälle verlaufen mild bis morderat.
    • Ziel der Quatantänemaßnahmen und der weitgehenden Ausgangs- bzw. Kontasktsperren ist eine Verlangsamung der Infektionen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.
    • Symptome bei Kindern häufig geringer ausgeprägt, keine erhöhte Gefahr für Schwangere, bisher keine Hinweise, dass eine Übertragung im Mutterleib geschieht.
    • Hinweise zum Umgang mit infizierten Mitmenschen im eigenen Haushalt.
    • Bisher existieren keine Impfungen gegen COVID-19, eine robuste Gesundheit ist von Vorteil (Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Sport und frische Luft soweit als möglich.)
    • Deutschland (Stand 20.04.2020)
      • Krankheitsfälle: 141.627
        • davon neu: +1775
      • Todesfälle 4.404
      • Genesen: 91.500
        • Davon neu: 3.500
    • Mecklenburg-Vorpommern (Stand 20.04.2020):
      • Krankheitsfälle: 5653
        • davon neu: + 2
      • Todesfälle 15
      • Genesen: ca. 500
        • Davon neu: 0
    • Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Zu dem Coronavirenstamm gehören ebenfalls die SARS und MERS-Erkrankungen. SARS und MERS hatten aber ungleich schwerere Krankheitsverläufe.
  • FAQ des Robert-Koch-Institutes.
    • Täglich aktualisierter, einfach geschriebener Lagebericht des Robert-Koch-Institutes.

 

Gesundheitsministerium/Hygenie/Infektionsschutz

 

Informationen erhalten Sie unter diesen Nummern:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland - 0800 011 77 22

  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) - 030 346 465 100

  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung - Behördennummer 115 (www.115.de)

  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte - Fax: 030 / 340 60 66 – 07 info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

  • Für Mecklenburg-Vorpommern: Die Ostseezeitung hat alle wichtigen Nummern für M-V aufgelistet. 
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Für Unternehmer:

Achtung! Folgende wichtige Informationen zum Anfang:

  • Jede Hilfe wird nur gezahlt, wenn Ihr Untenehmen durch die Corona-Krise nicht mehr aus eigenen Mitteln die Rechnungen bezahlen kann.
  • Für die Beantragung geben Sie (in den meisten Fällen) eine eidesstaatliche Versicherung, dass Sie die Mittel benötigen. Wenn Sie falsche Angaben machen, machen Sie sich strafbar.
  • Es können mehre Hilfen gleichzeitig beantragt werden, z.B. Kurzarbeitergeld und die Zuschüsse.
  • Eine sogenannte Überkompensation muss im Rahmen der Steuererklärung zurückgezahlt werden. Wenn die Finanzbehörde also entscheidet, dass Ihre Hilfen vom Staat zu hoch waren, müssen Sie eine Rückzahlung tätigen.
  • Die wirtschaflichen Hilfen gelten großteilig auch für gemeinnützige Unternehmen oder Vereine, der sich ggf. auch wirtschaftlich betätigt und/oder eigene Mitarbeiter beschäftigt. Eine spezielle Stelle gibt es (noch) nicht.
  • Corona-Hotline des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: 030/18615 1515 (Nur für Unternehmen)

Jeder mit einer Gewerbebescheinigung, also einem angemeldeten Gewerbe, gilt als Unternehmen

  • Weitere Bezeichnungen: Solo-Unternehmen; Einzelunternehmen, Solo-Selbstständige, Selbstständige.
    • Unternehmen sind auch Bars, Döner-Restaurants, Einzelhandel

    • Alles muss beantragt werden! Keine Hilfe wird automatisch ausgegeben.
    • Verschiedene Hilfen müssen bei verschiedenen Ämtern und Behörden beantragt werden.

Die finanziellen Hilfen unterscheiden sich folgt:

  • nach der staatlichen oder privaten Ebene, die die Hilfen ermöglicht, also
    • Zuschüsse vom Bund,

    • Zuschüsse von den Bundesländern

    • Spenden, Hilfen aus dritter Quelle, bspw. Mieterlass von Vermietern. Sprechen Sie mit Ihren Vermietern über Mieterlasse oder -Stundungen.

  • nach der Form der Rückzahlung:
    • keine Rückzahlung: Beispielsweise die direkten Zahlungen vom Bund an Kleinstunternehmen, Künstler und Solo-Selbstständige.

      • Achtung! Beachten Sie, dass Zuschüsse Einkommen und damit zu versteuern sind.

    • Stundung: Steuern, Beiträge, etc. dürfen später gezahlt werden, ohne Strafzinsen (=Stundungszinsen)

    • Kredite: Bund und Länder stellen Kredite zur Verfügung, für die der Staat haftet.

 

Die verschiedenen wirtschaftlichen Hilfen:

Hier finden Sie die Links, wo die verschiedenen Hilfen beantragt werden können. Generell gilt: Sie können für Ihr Unternehmen sowohl Hilfen vom Bund als auch vom Land M-V beantragen.

Schauen Sie immer, welche Hilfen für welche Art eines Unternehmens gelten (also Jahresumsatz, Anzahl Angestellte, usw.).  Viele Hilfen von Land und Bund können parallel beantragt werden.

Hilfen über das Land Mecklenburg-Vorpommern:

Lokale Ansprechpartner nach Regionen, Zusammenfassungen aller Hilfen und Möglichkeiten für jede Art Unternehmen und vieles weiters finden Sie ebenfalls hier: RettungsRingMV - Schnelle Hilfen für die Wirtschaft

  • Kleinunternehmen von 11 bis 49 Arbeitsplätzen: einmalig 25.000 Euro. Hier geht es zum Antrag.
  • Kleinunternehmen von 25 bis 49 Arbeitsplätzen: einmalig 40.000 Euro. Hier geht es zum Antrag.
  • Mittlere Unternehmen von 50 bis 100 Arbeitsplätze: einmalig 60.000 Euro. Hier geht es zum Antrag.
  • Mittlere Unternehmen von 101 bis 250 Arbeitsplätze : individuelle Expresshilfen aus dem "MV-Schutzfond". Wir informieren Sie laufend.
    • Die Zuschüsse sind zur Deckung der Betriebskosten, also Miete, Strom, etc.
  • Für alle Unternehmen stehen 200 Mio. Euro für weitgehend zinsfreie Überbrückungsdarlehen bereit. Kredite können jetzt schon vorvermerkt werden. Hier geht es zum Antrag.
  • 100 Mio. Euro werden für ein Beteiligungsprogramm bereitgestellt, mit dem sich das Land zeitweilig an Unternehmen beteiligen kann, um diese zu stabilisieren.

Steuerstundungen und Liquiditätshilfen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt, ihrer Kommune oder Ihrem Steuerberater über die Möglichkeit von Steuerstundungen. Gestundet werden können z.B. Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Einkommenssteuer
    • Auch in M-V können Steuern gestundet werden.
    • Rückerstattung der Vorauszahlungen der Umsatzsteuer.
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Hilfen über den Bund:

Die Zuschüsse des Bundes:

  • Die Zuschüsse des Bundes sind in naher Zukunft verfügbar: Einmalig 9000€ bis 5 Arbeitsplätze, 15.000€ bis 10 Arbeitsplätze. 15.000€.  Die Anträge müssen bis zum 30.04.2020 gestellt werden. Hier geht es zu allen Anträgen je nach Bundesland.
  • Weitere Infos zu den Zuschüssen.
  • Die Zuschüsse sind zur Deckung der Betriebskosten, also Miete, Strom, etc. und natürlich auch für die Lebenserhaltungskosten.
    • Alle Informationen in Kürze zu den Soforthilfen des Bundes finden Sie hier.

Kredite:

Auf Anweisung des Bundes zur Hilfe in der Krise werden vereinfacht und vergünstigt Kredite ausgegeben. Gehen Sie zu Ihrer Hausbank, der schnellste Weg scheinen Sparkassen, Volks- und Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken zu sein.

  • Die Kredite des Bundes werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Staatsbank) durch Ihre Hausbank, z. B. also Commerzbank, Sparkasse, usw. ausgegeben. 
    • Die Kredite haben wegen der Coronakrise bessere Zinsbedingungungen und erhöhte Risikoübernahme durch die KfW
  • Welche Kredite Sie über Ihre Hausbank wegen der Corona-Krise aufnehmen können, finden Sie hier.

Hilfe für Start-Ups:

  • Die Bundesregierung plant weitere, speziell auf Start-Ups zugeschnittene Finanzierungshilfen.
    • Wir informeren Sie laufend.

Bürgschaften:

Exportgarantien:

Wenn alles schief läuft – zeitweillig Hartz IV/ALG II

  • Im Moment kann Hartz VI/ALG II einfacher beantragt werden. Die Selbstständigkeit kann nebenbei weiterlaufen.

Wenn alles RICHTIG schief lief – Die Insolvenz

  • Der Bund hat die Insolvenzantragspflicht gelockert. kein Unternehmer muss derzeit fürchten, mit seinem Privatvermögen zu haften, obwohl er seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Die Fristen sind verlängert bis zum 30.9.2020. Detailierte Informationen finden Sie hier.

Weitere Möglichkeiten

  • Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung emphielt eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse.
  • Die IHK zu Rostock bietet ebenfalls Stundungen an.
  • Die verschiedenen Berufsgenossenschaften bieten Stundungen der Mitgliedsbeiträge an. Sprechen Sie mit den entsprechenden Ansprechpartnern und informieren Sie sich online auf den Internetseiten der Genossenschaften.

Falls der Chef ausfällt.

Weiteres:

  • Die Europäische Union hat eine „Corona Response Investment Initiative“ in Höhe von 37 Milliarden Euro gestartet, um unter anderem die Gesundheitssysteme und kleinere und mittlere Unternehmen zu stützen.
  • Zusammen mit der Europäischen Investitionsbank stockt die EU ihre Bürgschaftsprogramme auf (Volumen für Kredite in Höhe von 28 Milliarden Euro).
    • Wir informieren Sie laufend.
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Für Mieter und Vermieter:

Jede Hilfe wird nur gegeben, wenn Sie durch die Corona-Krise nicht mehr aus eigenen Mitteln die Rechnungen bezahlen können.

Achtung! Für die Beantragung der Hilfen geben Sie eine eidesstattliche Versicherung, dass Sie die z.B. Zahlungsaufschübe benötigen. Wenn Sie falsche Angaben machen, machen Sie sich strafbar.

  • Mieter von Wohn- und Gewerbeimmobilien werden vor Kündigungen geschützt.
    • Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen.
  • Für Vermieter gibt es leider derzeit keine Hilfen. Hilfen für Vermieter, die keine Mietzahlungen erhalten, werden im Moment geprüft. Wir informieren Sie laufend. Reden Sie aber auf jeden Fall mit Ihrer Bank, ob Sie die Darlehnszahlungen für diese Zeit aussetzen und ans Ende der Kreditzahlungen anhängen können. Weisen Sie Ihre Mieter gegebenenfalls auf die Möglichkeit hin, Wohngeld zu beantragen.
  • Es gelten Sonderregeln für das Wohnungseigentumsgesetz (WEG)
  • Der zuletzt bestellte Verwalter im Sinne des WEGs bleibt bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung eines neuen Verwalters im Amt.
  • Der Verwalter kann nach §27 WEG notwendige Maßnahmen zum Erhalt des gemeinschaftlichen Eigentums auch ohne einen Beschluss der Eigentümerversammlung durchführen.
  • Der zuletzt von den Wohnungseigentümern beschlossene Wirtschaftsplan gilt bis zum Beschluss eines neuen Wirtschaftsplans fort.
  • Die Eigentümerversammlungen werden bis zum Ende der Krise ausgesetzt.

Beantragung von Wohngeld wird einfacher und schneller

  • Die Bundesregierung hat die Beantragung von Wohngeld als Hilfe zur Mietfortzahlung deutlich vereinfacht. Im Rahmen der Corona-Krise gelten folgende neue Vereinfachungen: 
    • Wohngeld kann formlos (=ohne besonderen Antrag) per Telefon oder E-Mail beantragt werden.
      • Notwendige Informationen für die Antragsstellung sind Name, Vorname, aktuelle Anschrift, sowie eine eindeutige Aussage, dass man Wohngeld für einen bestimmten (meist den eigenen) Wohnraum beantragen will. 
    • Folgende Informationen werden dann abgefragt/müssen nachgereicht werden: Angaben über die Miethöhe, Anzahl der Haushaltsmitglieder sowie Angaben über das Einkommen. Die dafür notwendigen Nachweise können unbürokratisch behandelt werden (Bspw. reguläre Monatsabrechnung statt gesonderte Verdienstbescheinigung vom Arbeitgeber.) 
    • Die Behörden nehmen zur Vereinfachung an, dass beim Antragsteller kein erhebliches Vermögen vorliegt.
    • Bitte beachten Sie: Kurzarbeitergeld, Entschädigungen nach Bundesinfektionsschutzgesetz und die Zuschüsse (direkten Finanzhilfen) von Bund und Ländern, sind beim Antrag als Teil des Jahreseinkommens anzugeben. 
    • Selbstständige müssen beim Antrag eine Gewinnprognose für das gesamte Jahr mitangeben. Hier müssen erhaltene Zuschüsse von Bund und Ländern einberechnet werden.  
  • Das Wohngeld kann ebenso von Eigentümern beantragt werden, die ihr Eigentum selbst bewohnen. Eigentümer können in diesem Fall einen sogenannten Lastenzuschuss beantragen. 
  • Je nach Auslastung der Behörde bekommen Sie u.U. einen Vorschuss. Sobald Ihr Antrag dann endgültig bearbeitet wird, kann Ihr Vorschuss neu bewertet werden. Es ist möglich, dass Sie dann nochmals Geld erhalten oder sogar zurückzahlen müssen. 
  • Antrag und Auszahlung erfolgt über Ihre lokale Behörde. Hier das Beispiel Rostock.
  • Achtung! Bitte beachten Sie, dass viele lokale Behörden die Informationen zum Wohngeld auf ihren Internetseiten noch nicht aktualisiert haben. Suchen Sie daher im Zweifelsfall das direkte Gespräch. 
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Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:

Das Kurzarbeitergeld. Was neu ist:

Achtung: Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor gefälschten Serien-E-Mails. Die Nachrichten würden unter der Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de vor allem an Firmen versandt und enthielten die Aufforderung, persönliche Angaben preiszugeben. Die Bundesagentur empfahl, die E-Mails sofort zu löschen und keinesfalls darauf zu antworten.

Achtung: Arbeitnehmer in Kurzarbeit dürfen ab dem 01.04.2020 trotz Kurzarbeitergeld in "systemrelevanten Berufen" nebenberuflich arbeiten. Dazu zählen Arbeitsstellen wie im Lebensmitteleinzelhandel, Transport, Gesundheitsbereich, usw. Kurzarbeitergeld und Extra-Einkommen durch die Stelle im systemrelevanten Bereich dürfen das frühere Bruttoeinkommen nicht überschreiten. Sprechen Sie mit Ihrer Agentur für Arbeit.

  • nur zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebes müssen vom Arbeitsausfall betroffen sein
  • zudem wird auf den Einsatz von negativen Arbeitszeitsalden zur Vermeidung von Kurzarbeit ganz oder teilweise verzichtet
  • Arbeitgeber werden die Sozialversicherungsbeiträge vollständig erstattet.
  • Durch eine Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes wird zudem ermöglicht, dass Kurzarbeitergeld auch an Leiharbeitskräfte gezahlt wird.
  • Die Anzeige zur Kurzarbeit muss bis zum 31.03.2020 bei der Agentur für Arbeit gestellt werden, um rückwirkend für März die Auszahlung zu erhalten.
  • Der Antrag auf Kurzarbeit kann dann ab dem 01.04.2020 rückwirkend zum 01.03.2020 gestellt werden.

Achtung! Teilweise kann es sein, dass die Informationen in Erklär-Videos. o.ä. noch nicht aktualisiert sind. Bitte achten Sie auf die Aktualisierungen auf Grund der Corona-Krise. 

Informationen der Arbeitsagentur zum Kurzarbeitergeld.

  • Alle arbeitsrechtlichen Regelungen zu Corona finden Sie hier.
    • Bitte beachten Sie: Rein rechtlich ist Corona eine "normale" Erkrankung. Eigenständiges Fernbleiben vom Arbeitsplatz ist beispielsweise nicht erlaubt.

Penderpauschale für polnische Pendler in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Wenn Sie sich entscheiden, trotz der Quarantäneregelungen in Mecklenburg-Vorpommern weiterzuarbeiten, unterstützt Sie die Landesregierung mit 65€ pro Tag. Registieren können Sie sich hier: www.metropolregion-stettin.deHier können Sie den Antrag stellen.

Bonuszahlungen in der Krise sollen steuerfrei sein.

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Für die Familien:

  • Telefonnummern:
    • Das Elterntelefon: 0800 111 0550
    • Hilfetelefon "Schwangere in Not": 0800 404 0020

    • Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 0800 011 601

  • Kinderzuschlag (auch "Kindgeldzuschlag"):
    • Familien mit geringem Einkommen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kinderzuschlag – zusätzlich zum Kindergeld. Es wird für sechs Monate gezahlt.
    • Als Berechnungsgrundlage wird wegen der Corona-Krise das Einkommen des letzten Monats berücksichtig. Der Kinderzuschlag greift daher jetzt schneller.
    • derzeit wird bei der Berechnung des Elterngeldes das Kurzabergeld nicht berücksichtigt. Hier sollen aber Änderungen kommen, die finanzielle Nachteile bei der Berechnung des Elterngeldes abfedern. Wir informieren Sie laufend.
    • Informationen finden Sie hier.
  • Beschäftige in systemrelevanten Berufen (z.B. Gesundheit, Energie, Transport, Medien, Verwaltung, Bildung und Informationstechnik) können ausgesetzte Elterngeldmonate verschieben, bzw. nach dem 14. Lebensmonat anhängen. Dies muss aber direkt nach der Corona-Krise passieren. Eine Arbeitgeberbescheinigung über die Systemrelevanz Ihres Berufs ist nötig.
    • Beschäftige in systemrelevanten Berufen (z.B. Gesundheit, Energie, Transport, Medien, Verwaltung, Bildung und Informationstechnik) können eine Notbetreuung in Kitas, Kindergärten und Schulen beantragen. Teilweise reicht es, wenn das auf einen Elternteil zutrifft. Sprechen Sie mit Ihrer Einrichtung. Den Antrag finden Sie hier.
  • die Rückerstattung Kita- oder Krippengebühren ist kommunal sehr unterschiedlich. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Einrichtung. Vielleicht sind auch Stundungen möglich.
  • Haben Sie keine Möglichkeit, Ihre Kinder unterzubringen und können deshalb nicht arbeiten, zahlt der Bund eine Lohnfortzahlung i.H.v. 67% des Nettoeinkommen/ max. 2016. Dies muss Ihr Arbeitgeber beantragen und an Sie auszahlen. Mehr dazu hier.
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Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte

Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz:

  • Die Bundesländer werden die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen. 
  • Alle Schülerinnen und Schüler sollen keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben und werden noch in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben können.
  • Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin (Für M-V Mai 2020) bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Schülerinnen und Schüler müssen eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung erhalten. Die Prüfungen können auch in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt.
  • Es kann ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem Abituraufgabenpool verzichtent und diese durch dezentrale Elemente ersetzt werden.
  • Stand jetzt ist eine Absage von Prüfungen nicht notwendig.
    • Für Mecklenburg-Vorpommern: Bis zum 19.04.2020 sind alle Prüfungen ausgesetzt, als nächster Prüfungstermin wird der Mai anvisiert
  • Der Zeitplan für die Durchführung der zentralen Prüfungen zum Erwerb der Fachhochschulreife bleibt bisher bestehen

  • Die Termine zur Abschlussprüfung im beruflichen Schwerpunkt legt jede Schule selbst fest.
  • Das Bildungsministerium legt die genauen Termine für die einzelnen Prüfungen und Nachprüfungen in den Bildungsgängen Erzieher, Heilerziehungspflege, Sozialassistenz und Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkannter Erzieher für 0 bis 10-Jährige zu gegebener Zeit fest.

  • Für die Bildungsgänge der Fachschule, der Berufsfachschule und der Höheren Berufsfachschule legen die betroffenen beruflichen Schulen die Prüfungstermine in eigener Verantwortung selbstständig fest.

    • Um nach der Schulschließung einen geordneten Einstieg in den jeweiligen Prüfungszeitraum zu ermöglichen, wird durch das Bildungsministerium der frühestmögliche Termin für den Beginn (bzw. das Fortführen) der Abschlussprüfungen in den oben genannten Bildungsgängen zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

  • Zu den Prüfungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe wird es Informationen vom zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit geben